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I. B: 12. November 2009

Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gelesen, geträumt, im Regal.
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In einer alten LITERATUREN-Ausgabe lese ich über Ingeborg Bachmann aus Versehen statt “ Auf der Suche nach einer verschwundenen Dichterin“ „Auf der Suche nach einer verwunschenen Dichterin“.

Es ist kalt in Deutschland 8. November 2009

Posted by echtzeitmaerchen in gelebt.
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sähe ich aus meiner Blogstatistik, selbst wenn ich in der Südsee lebte. Was haben die Leute mit Ölofen nur alle gemacht, bevor ich meinen kleinen Unfall hatte und eine Anleitung zur Ölofenbedienung nachgelegt habe? Mehr als meiner Vermieterin gut zugehört habe ich nicht, geben heute die Vermieter von Wohnungen mit Ölofen keine Erklärungen mehr mit? Dagegen wüßte ich gern was von den Benutzern: Wie findet Ihr es, mit Ölofen zu heizen? Ich weiß, Ihr wollt nur eine Anleitung. Aber da es nicht mehr so viele Ölofen gibt und sie irgendwann verschwinden werden, fand ichs toll, mal mit einem gelebt/geheizt zu haben. Ist das nur nachträgliche Verklärung? Hat jemand den Vergleich zur Holzheizung?

5. November 2009

Posted by echtzeitmaerchen in München, Tagebuch, gedacht, gelebt.
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Das könnte eine gute Tradition werden: Mir selbst das Abendbrot mit einem Tablett ans Bett bringen.

10. Oktober 2009

Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gefragt.
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Wird er ein Stalker? Er hat die Stimme.

Es macht mich traurig, ihm weh zu tun.

ein geschenkter Tag 7. Oktober 2009

Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, gelesen, gereist, geschrieben.
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- ich habe den Zug verpasst. niemand weiß, daß ich noch hier bin. Es war sehr warm hier, trotzdem war ich nicht mit Freunden unterwegs, auch wenn es schön gewesen wäre, wie die letzten Tage. Trotzdem ist es wunderbar, einen Tag allein zu sein, nach den letzten zwei vollen, guten, aber überfüllten Wochen. Traurig ist, daß meine Eltern aber nicht mit mir reden, für sie bin ich schon abgreist, in ihrem Plan ist kein Platz für mich, nicht mal Essen ist da, da ich „nicht eingeplant“ bin.

Sie sitzen in ihren Arbeitszimmern, ich in meinem Bett, lese das Ende von „Adam und Evelyn“, das seit der Zugfahrt hierher auf der ich den Großteil des Buches gelesen habe, auf mich wartet, und höre Podcasts nach. Und lasse mich nachkommen. 

Um morgen früh dann zu fahren, in ein anderes Land. In eine andere Stadt, in der die Luft anders zwischen den Häusern hängt, in der es nicht so früh dunkel wird, in der meine Dinge einen Platz haben -weniger Spontaneität, weniger Improvisieren, weniger Loslaufen mit dem was sich gerade ergibt und grade da ist.

Auf einmal rastet eine Sicherheit in mir ein, daß es nicht der falsche Lebensweg ist, daß mein Leben zu mir paßt, auch, daß ich noch studiere, noch nicht fertig promoviert in einem Büro sitze, noch kein Kind habe und noch nicht weiß, wo ich in zehn Jahren leben werde. Ich finde das noch immer schön, aber ich fühle mich nicht, zumindest gerade nicht, schlecht, daß es bei mir nicht so ist. Es ist okay, und anders wäre es das vielleicht nicht, nicht für mich. 

Ich habe sogar langsam wieder Lust auf emails zu antworten, auf persönliche, Fragen zu beantworten, über mich zu reden, nicht nur über Sachliches zu reden. Auch wenn ich nach wie vor das Gefühl habe, daß es da nicht viel zu erzählen gibt. Nicht viel über die letzten drei Jahre. Aber doch, wenn ich die Dinge über einen längeren Zeitraum betrachte, dann ist da ein wenig Erzählmaterial. Nur ein wenig. Die email einer Freundin hat mich daran erinnert, daß Freundschaften das brauchen was ich in letzter Zeit so wenig zu geben bereit war. Sie schrieb:

ja, war schön gestern. mir is nur aufgefallen, dass ich kaum dazu komme, dich etwas zu fragen. erstens, weil du soviel fragst, zweitens weil ich ja auch gerne antworte, drittens weil ich bestimmt auch gerade sehr mit mir (…) beschäftigt bin. ich will eigentlich vor allem mal wissen wie es …

Nein, ich habe da noch nicht drauf geantwortet. Aber ich freue mich darauf, und ich habe mich über die Fragen gefreut und den Gedanken, daß sie sich das gefragt hat und dann geschrieben hat …

Das ist neu und schön, also daß ich mich darüber freue. Es kommt mir vor als sei das die Basis für wieder mehr auch persönlichen Kontakt, nicht mehr nur Dinge unternehmen und Kultur und Politik bereden und ab und zu etwas Persönliches Erzählen. Gespräch erscheint mir gerade überhaupt soviel schöner als Erzählen, sicher, weil ich Erzählen auch in den letzten Monaten schon hatte, aber weniger Gespräch. Eher Diskussionen. Und es ist immer scön, mit Menschen Kontakt zu haben, die ich schon lange kennen. Die Leute die ich hier hauptsächlich gesehen habe, sind meine Freunde seit 1990, 1995, 1996 und 2001. Vielleicht denke ich auch gerade deshalb darüber nach, was zu mir paßt, weil ich mich mit diesen Freunden an die Sachen erinnere, die ich immer schon war, die sich nicht verändert haben, auch wenn ich nicht mit ihnen darüber rede (dann natürlich auch), weil es sich so anfühlt. 

Besonders das Treffen mit J, mit der ich in diesen merkwürdigen Jahren befreundet war, als ich mich strampelnd in diesem Westdeutschland zurechtzufinden suchte und herauszufinden versuchte warum das alles so ganz anders war und ich es nicht einmal verstehen konnte, war wichtig. Sie ist inzwischen auch bei den Grünen. Und endlich geoutet. Und war damals in mich verliebt, was wir beide damals nicht wußten. Ich, weil ich ihre Steifheit nicht deuten konnte, sie, weil sie das Gefühl nicht kannte. Ich habe sie zum Bahnhof gebracht, und als ich ihr in den Zug meine Hand nachgereicht habe, hat sie sie lange nicht losgelassen. 

Auf solche 6. Oktober 2009

Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, Tagebuch, gedacht, gehört, gelebt, gelesen, gereist, geschrieben.
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Tage warte ich immer. Oder nicht? Jedenfalls kommt es mir an solchen Tagen so vor. Oder nur heute.

Das wichtigste in Kürze? Die verlorene Bundestagswahl, vier Jahre Schwarzgelb, mehr als nur ein Spiel verloren beim Wahlkampf: Das ist Realität. Die FDP hat bereits angekündigt, daß Sparpotenzial beispielsweise im Entwicklungshilfeetatbesteht. Am Wochenende das Seminar zu Entwicklungspolitik und immer wieder au die Frage, welche Rolle Deutschland spielen kann: Seit letzen Woche keine mehr, sagte der Referent von Ärzte ohne Grenzen, von terre des hommes, sagten die referierenden Professoren. Weiter Atomstrom, keine Verbesserungen für Asybewerber und Flüchtlinge, keine Politik für die Boatpeople, die massenhaft im Mittelmeer ertrinken und deren Knochen, Schuhe, Kleidung in den Fischernetzen hängen.

Seminar füllte das Wochenende, viele Fakten, wenig Didaktik, Begegnungen mit Männern, die mich schon länger verwirren, N und F, die beide überhaupt nicht am Seminar teilnahmen, die auch nicht da hingehörten, aber auftauchten und verschwanden. Ununterbrochen Worte, Vorträge, Diskussionen – ist das industrielle Zeitalter schon vorbei oder nicht? Ein  Gespräch über Afganistan mit einer Linken und einem neoliberalen Grünen. 

Worte, Aggressionen, Argumente, Kurzangebundetheit, und ich mittendrin, wenig Schlaf, viele Gedanken zu anderen Themen. 

Heute durch Berlin gelaufen und wieder gewusst warum ich hier glücklich bin: Weil ich hier nicht glücklich sein muß, weil ich hier so sein kann, was ich bin, etwas anderes ist gar nicht erfoderlich. Das Kind einer Freundin angeguckt, den Tag mit ihr und ihren beiden Männern verbracht, ein bißchen über Menschen geredet und ein bißchen über Bücher, dazwischen viel über Körper, dann P getroffen wie fast jede nTag wenn ich hier bin und wieder eines dieser ehrlichen Gespräche gefühlt in denen alles andere egal wird, im Bus nach Hause Shins gehört und überhaupt, es ist langsam wieder zu Hause. Ich halte das aus.

Zum ersten Mal dieses Jahr ungeschminkt ohne mich verkleidet dabei zu fühlen. Und durch die Scheibe eines Cafés J gesehen mit der ich in meiner ersten Studienstadt befreundet war, an die Scheibe geklopft, mich für morgen um fünf mit ihr verabredet. Fotos gemacht mit meiner analogen Kamera mit der keiner rechnet. Und Kai aus der Kiste gelesen. Hat auch mit P zu tun. Über Kameras gäbe es noch mehr zu schreiben und über den Berliner Hauptbahnhof. Aber es ist drei und ich werde schlafen denn morgen gibt es wieder Frühstück mit P nach seiner Gerichtsverhandlung, Neue Nationalgalerie mit K, Treffen mit J und danach vielleicht mit C. Klingt abgekürzt? Ist aber so herrlich unzusammenfassbar und spröde.

kurz – 21. September 2009

Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, gelesen, gereist, geschrieben.
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Eigentlich war ich immer sehr unzufrieden mit den letzten Artikeln und dachte immer, wer die liest, löscht sofort mein Blog aus dem Feedreader. Belanglos. Vielleicht noch verbrämt. So hat sich zumindest auch mein Leben angefühlt. Und, im guten Sinne, nicht blogbar. Als ob das was aufgeschrieben ist nicht das Wichtige ist. Das ist es vermutlich nie. Aber das Aufschreiben war wichtig für mich. Im Laufe des Schreibens stellte sich ein Zusammenhang her, jedenfalls in meinem Gefühl, und es war mehr da, was ich erlebt hatte als was ich nicht erzählt habe.

Dieses Gefühl hatte ich bei den letzen Einträgen nicht, hatte ich vor allem, wären mein Rechner kaputt war, hier im Computerraum nicht, auch wenn ich hier gerade gut schreiben kann und es auch vorhin gut konnte. Mein Leben fühlte sich so aufgeklöst an wie Zuckerwatte die vom Stab fällt, und ich wußte nicht einmal, ob ich der Stab war und aus welcher Perspektive ich hätte schreiben sollen. Das habe ich natürlich nicht geschrieben. Ich habe Überbrückungsposts geschrieben, um etwas zu schreiben, das, wozu man sich beim bloggen und überhaupt von einem Blog nie verleiten lassen sollte.

Warum ich im Nachhinein über diese beiden Posts doch so froh bin, auch wenn sie ein wenig gestelzt formuliert sind (in dem Versuch, meinem alten Schreiben, wenn schon nicht durch die Klarheit der Gedanken, dann doch durch eine versucte Klärung der Worte nahe zu kommen – ich habe also das nachgemacht was mir immer so viel bedeutet hat), weiß ich nicht, aber ich mag sie, sie berühren mich, das war mein Sommer, und ich bin unglücklich darüber, das über die ganze andere Zeit dieses bewegten, an Ereignissen, Gefühlen, Verwirrungen, Sommers, da nicht steht. Als wäre er nicht da. Nicht einmal erinnern kann ich mich, wer gesagt hat, ich sähe aus wie Effi Briest.

Es scheint die Sonne. 21. September 2009

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Gestern hätte mein Eintrag mit den Worten“Sonntag. Herbstag. Heller Himmel“ begonnen, vielleicht hätte er auch daraus bestanden. Vielleicht hat er daraus bestanden, ich habe ihn nur nicht geschrieben.

Eine gelbe Hose, die ich letzte Jahr in Istanbul gekauft hatte, fiel mir beim Endsommerneufalten meiner Kommode in die Hände, ich hatte sie den ganzen Sommer nicht an. Sommer ist nicht mehr, nur bayerischer Herbst, was temperaturmäßig nicht viel Unterschied macht, darum trage ich sie heute und schwitze erstmals nicht seit ich die Herbströcke und Strumpfhosen wieder aktiviert habe. Die Woche war fein und fast zu schön, gestern kamen mir Zweifel, ob das Leben so schön sein könne, ob ich damit Erfolg haben könnte, ob ich so weitermachen kann. Ich habe eine Feier gemacht, mit Torte und Kuchen und Suppe und vielen Leuten in meinem Raum, vierzehn Leute in meinen 16 Quadratmetern in denen noch Herd und Spüle stehen, ein großes Bett, zum Glück kein Schrank, aber raumgreifende Bücherstapel und eine Kiste voll von ZEITresten. Und eine Gebetsecke. Es war warm, es gab Kerzenlicht, es war gar kein Stress, irgendjemand hat immer Tee oder Kaffee gekocht oder die Tür aufgemacht, und am Ende blieb als längstes A, wieder auf meinem Bett sitzend, und erkannte aus der Musik die im Hintergrund lief die Einzellieder, die ich ihn auf ein Mixtape gemacht habe. Der Wein den wir tranken war leider furchtbar schlecht, vielleicht koche ich eine Bolognese, um ihn unterzubringen, oder ich gieße ihn doch weg, in der Hoffnung, daß der vorhandene Alkohol meine Spüle desinfiziert. Wir haben mein gesamtes Geschirr benutzt und Besteck, am Mittwoch hatte ich weder Tasse noch Glas noch Gabel noch Löffel noch Teller für mein Frühstück. Weil der Boiler immer nur so wenig Wasser erhitzt und man nicht lang abwaschen kann, bis das warme Wasser aus ist, habe ich noch bis Freitag gespült, die Spritztülle für die Torte, den Suppenpüriertstab, die Schüsseln, Schälchen, Tassen, nur eine Springform liegt immer noch in der Spüle. Hui, soviele große S in einem Satz- vielleicht ist S ein Küchen-Konsonant.

Ich habe gerade meinen Stundenplan angefangen zu bauen. Ich bin hoffnungslos hinter der Zeit der BA- und Online-Studenten: Ich habe mir die Lehrveranstaltungen, die mich interessieren mit Bleistift auf ein großes weißes Blatt abgeschrieben, unterteilt in fünf Spalten mit einem Kasten für die Blockveranstaltung in der unteren rechten Ecke. Es ist völlig voll und zeigt mir mal wieder, warum und wie ich schon so lange studiert habe. Ich bin immer klüger geworden, ich habe nur nicht die Scheine gemacht, die ich hätte machen sollen, die das Unisystem für relevant erachtet, ich habe immer viel Neues gelernt. Vielleicht helfen mir W und M, die ich gleich treffe, beim Rausstreichen von wenig erfolgversprechenden Dozenten.

Ich lese immer noch „das verborgene Wort“ von Ulla Hahn, ich finde es nicht mehr literarisch überragend, aber höchst spannend, und ich will wissen, wie es mit den Personen weitergeht, stirbt Maria? Vorerst wachsen ihre Haare wieder nach. Noch sind es 200 Seiten von 600 bis zum Ende. Beid den Korrekturen von Franzen habe ich das im März in drei Tagen gelesen – im Moment bin ich einfach glücklich. Ich liege auf dem Bett und freue mich. Ich treffe meine Freunde und freue mich. Ich trinke Ayran und freue mich. Ich verzehre die Sonne mit dem Appetit des kobaltblauen Meeres und freue mich. Ich verteile bunte Farben auf meinen Augenlidern, ich bürste meine Haare, ich sortiere meine Sachen, ich trinke schwarzen Tee mit Milch, ich mache Wahlkampf und freue mich.

Warte nur, dir wird das Lachen schon vergehen? Ist die große Unke die hinter so viel Glück steht. Nicht meine vertrauteste Übung. Und es lauert auch schon wieder eine Woche Berlin, wie wird die werden?

Wieder zurück. 14. September 2009

Posted by echtzeitmaerchen in gelebt, gelesen, gereist, im Regal.
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Der Heuschnupfen ist gegangen. Ich bin übersäht mit Stichen von Erntekrätze. Mein Computer geht wieder, hat aber alle Daten seines Feedreaders verloren. All die interessanten Blogs dich ich abonniert hatte, muß ich wieder suchen gehn. Der Herbst ist hier, aber nicht so brutal kalt, daß mich der Wind gleich wieder ins Haus blasen würde, dafür diesig und naß. Ich habe meinen Kühlschrank wieder aufgefüllt, oder besser, die Küchenflächen, denn kühlen muß ich das Gemüse nicht mehr, dafür ist es nicht mehr warm genug. Es gibt Suppengrün und Tomaten und Feigen und Paprika und Avokado und Ayran und Milch und Brot. Die letzte Woche war ich in Taizé und hatte fort bis Mittwoch jeden Tag auch noch dem Essen noch Hunger, und ab diesem Zeitpunkt war ich satt, immer, vor während und nach dem Essen. Heute aber habe ich einen Riesenappetit auf Salat und ihn auch schon gestillt, neben mir das Verborgene Wort von Ulla Hahn. Es hat nachtlos das ebenso formatige Spieltrieb von Juli Zeh abgelöst, wenn ich es aus der Handtasche gegriffen habe, wirkte es, als wäre es das immer gleiche Buch, beides im Rheinland, beides bundesdeutsch, beides voller Beschreibungen die sich von der Handlung unabhängig in die Wirklichkeit schrauben und das Erfundene der Autorinnen am von mir Erlebten nahtlos festmachen, der Mond! Die Buchstaben! Der Schatten den die Blätter der Bäume aufeinander werfen.

Mond, Sonne, Licht, Wärme, Gras (, Grasmilben), Tau, Himmel, Wolken, das waren wesentliche Bausteine der letzten Woche. Und unzählige Menschen und unzählige Gespräche. Belgien ist mein Sylvesterplan. Bin kaum wieder da, gerade geduscht, die Fingernägel endlich geschnitten, Nagellackreste ab und neuen gepinselt, die Haare gewaschen und gekämmt, ein bißchen ausgepackt, ein bißchen eingekauft, noch halb noch immer grundlos aufgeregt und in Aufruhr, unruhig, schon halb wieder müde. Aber endlich da.

Letztes Wochenende, Dichterfest in Erlangen, Notizen 4. September 2009

Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, gelesen, gereist, geschrieben, gesehen, im Regal.
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So vieles ist passiert, über das ich schreiben wollte. Aber wenn ich am Computer sitze, überfaäät mich nur die Lähmung, die eintritt, wenn ich kurz Ruhe hhabe in diesen übervollen Tagen. Da war das Dichterfest in Erlangen am Wochenende, von dem ich mir ein paar Sätze aufgeschrieben habe, in mein Notuizbuch, während die Sonne schien und ich zuhörte.

Ich glaube, ich liebe Lyrik, weil einem keiner sagt, was man denken soll.

„Supersätze“

„Nie sagte er Deutschland, sondern imer Europa oder Frankfurt.“

ich mag den harten Ansatz wenn die Stimme vom Englischen ins Deutsche wechselt – Bas Böttcher – Monika Rink

„die harten näckigen Quitten“ (Monika Rink)

„Konferenzgetränke in sortierten Miniflaschen“

„Robert de Niro der deutschen Literatur“ (über Thomas Glavinic)

„Seit Kafka ist wieder alles erlaubt. Kafka hat uns gezeigt, man kann auch anders schreiben.“ (Thomas Glavinic)

„Die Wirklichkeit bietet immer Alternativen an, sie anders zu erzählen“ (Brigitte Kronauer)

nachlesen: Das Wort ‘verbrämen’

Diesmal waren es nicht ferne Länder, sondern viele Menschen, mein Sommer.

„Weder im Guten noch im Bad“ (Uljana Wolf)

„Wir dachten ja, Liebe sei nichts anderes als Julklapp“ (auch sie).