Zensur in der frühen BRD 9. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gehört.Tags: Briefe schreiben, Deutschlandradio, Link, Ostdeutschland, Osteuropa, Zensur, Zitat
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Eigentlich 9. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gelesen.Tags: alles hat seine Zeit, Rituale, schwarzer Tee, ZEIT
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braucht man mich Donnerstags gar nicht zu fragen, was ich den Tag so gemacht habe.
Beichten 9. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gehört.Tags: Alleinsein, Beichte, emails, Freundschaft, Gedanken, Telefonieren
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Mit meiner besten Freundin telefoniert. SIe findet es nicht komisch, daß ich gerade so eine Sozialphobikerin bin. Jetzt wo sie das nicht schlimm findet, geht es mir sofort viel besser und ich könnte auch wieder Leute sehn – auch wenn ich auch ohne klar komme. Immerhin schreibe ich wieder emails. Alles nicht mehr so wild. Fast wie beichten – wenn ich drüber geredet habe, verliert es seinen Druck.
Semikolon 7. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gelesen.Tags: gefunden, Link, schreiben, Worte
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Unkultur hat einen wunderschönen Artikel über den Strichpunkt geschrieben.
Morgen 7. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht.Tags: Märchen, Morgen, Worte
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ist der Tag nach heute und die Zeit vor Mittag und die Ackerfläche die ein Mann mit seinem Ochsenpflug an einem Morgen bestellen kann. Es ist ein gern gesehenes Wort in Märchen. Wieso nicht auch in meinem?
Schwarzblau 6. Juli 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gefragt, gelebt, gereist.Tags: Fragen, Tagebuch, Sonne, Farben, nachtblau, sortieren, Ayran, nachts, Milch, Abend, Bahnhof
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Ein Abend. Ein Abend nach einem Tag. Es war ein langer Tag. Oder die Nacht zuvor war nur zu lang. Um zwei erst schlafen, sich vorher einige Stunden bei 130 km/h auf der Autobahn auf dem Motorrad anklammern, letztlich doch anzukommen ohne es bis zum Morgen recht glauben zu können, Gespräch, Uni, Einkaufen (Milch und Ayran), müde sein, ein aufgeregtes Herz haben, ein komischer Tag. Schreiben? Schreiben? Ich vermisse Topkapi. Ich vermisse L die ich am sonnenüberfluteten Rudolstädter Bahnhof verabschiedet habe. Sie zu sehen ist immer gut. Immergut.
Ich sortiere meine Lidschattenfarben, bunte Partikel an meinen Fingern, Glitzern um meine Augen, in meinen Augen.
Ein Abend, eine Nacht, ein Buch in meiner Hand, und die Hand auf dem Lichtschalter: Aus oder an?
endlich der neue 23. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gehört, im Ohr.Tags: Bücher, Bibliothek, Hörspiel, Marie-Lou Sellem, Radiotatort, Tatort, Texte
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Radiotatort, mit Marie-Lou Sellem, die ich mag seit ich sie in Nichts Bereuen als etwas ältere Krankenschwester gesehen habe, die Daniel Brühl anlernt und entjungfert.
In diesem Tatort verbrennt eine Bücherei, und ein Autor ist entsetzt über die zu verloren gehen drohenden Autographe und Manuskripte. Das erinnert mich an den Nachruf, den Günther Wallraff über seine verschollenen unveröffentlichten Texte, die mit dem Kölner Stadtarchiv verschüttet wurden, in der ZEIT veröffentlicht hat. Und es erinnert an die brennende Bibliothek Umberto Ecos Im Namen der Rose. Es scheint auch um aus ideologischen Gründen gestohlene Texte zu gehen …
Was ist der größere Zufall? 23. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gefragt, gelebt.Tags: Kneipe, Tatort, Zufall
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A) Daß in der Kneipe in der ich am Sonntag den Tatort guckte der Darsteller einer der beiden ermittelnden Kommissare am Nebentisch saß
oder
B) daß der Freund einer Freundin mit dem ich mich nach dem Tatort unterhielt in einer hessischen Kleinstadt gegenüber der Gärtnerei aufgewachsen ist, in der meine Mutter, meine Großmutter, meine Urgroßmutter geboren und aufgewachsen sind, und er mehrmals im Jahr in dieser Gärtnerei bei meiner das Geschäft führenden Großtante Blumen gekauft hat
?
bitte in den Kommentaren: A oder B?
“Das Wetter ist so … flüssig”, 23. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, im Ohr.Tags: Belle & Sebastian, Gedanken, Licht, nachts, Poesie, Sommer, Tagebuch, Verschwendung, Wetter
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sagte heute einer Bekannten Bekannte. Das ist poetisch und wahr. Wie immer zeigt sich, wie hilfreich es ist, um eine Sache präzise auszudrücken, der verwendeten Sprache nicht vollkommen mächtig zu sein. Ich dagegen sage zur Zeit meist nur “Es ist Herbst. Ich habe mich damit abgefunden. Ich trauere nicht mehr um den Sommer.”
Von Belle & Sebastian gibt es ein Lied mit dem Namen “A summer wasting“. Ich glaube, es ist auf der Platte The Boy With the Arab Strab, jedenfalls habe ich es das erste Mal gehört, als es Winter war. Ich kenne das Gefühl, es ist Sommer, das Wetter ist schön, aber ich schlafe am Tag und bin nur nachts wach und da auch nicht draußen, und ich weiß: Ich verschwende diesen Sommer. Oder zumindest an diesem Tag diesen Sommer. Wobei “Verschwendung” im Deutschen noch nach verschwenderischem Luxus klingt, nach Vergnügen, wenn auch unsachgemäßem. “Schlecht werden lassen” träfe es vielleicht besser und hätte fast die Poesie des oben genannten Ausdrucks. Sich an so etwas im Winter zu erinnern, ist besonders plastisch – der Zeit in der man jedem einzelnen Sonnenstrahl hinterherweint, sich nach Licht in jeder Form sehnt oder einfach danach, draußen sein zu können ohne vor Frieren zu verkrampfen.
Dies ist der erste Juni seit ich dieses Blog schreibe, das mein Blog hauptsächlich über die Suchanfrage “Ölofen anzünden” gefunden wird. Das charakterisiert diesen Juni in meinen Augen ausreichend.