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Ölofen anzünden 26. Februar 2007

Posted by echtzeitmaerchen in gelebt, gesehen.
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Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß ich einen Ölofen habe? Er ist Sprungbrett für allerlei schöne Metaphern.
Abgesehen davon hat er so seine Eigenheiten. Erst muß man ihn anstellen, etwas warten, bis Öl eingelaufen ist, dann einen mit Wachs beschichteten Anzünder ein paar mal falten, mit einem Streichholz anzünden und in den Ofen werfen. Tut man das nicht, verbrennt auch kein Öl, und immer mehr Öl läuft nach, und ab einer gewissen Ölmenge lässt sich der Ofen nicht mehr anzünden, weil der Anzünder im Öl ertrinkt. Das ist mir vor ein paar Tagen passiert. Erst habe ich ein paar Tage gewartet, weil es noch warm genug war und weil das letzte Mal, daß das passiert ist, sich der Überschuß (er war nwohl nicht so hoch) im Laufe von ein paar Tagen die Wände hochgesogen hatte. Diesmal sank der Pegel aber nicht, ich habe Küchenkrepp eingeworfen, sich vollsaugen lassen und einzeln rausgeholt und in einer Schale gesammelt, dann den Ofen wieder angezündet und die vollgetränkten Tücher eingeworfen. Und dann das Öl, das sich in der Schale gesammelt hatte, nachgegossen. Dabei gab es eine Stichflamme, nur ganz kurz, nicht unangenehm, aber danach klebten meine Augen. Ich dachte, es sei vielleicht eine leichte Ölschicht, und wollte sie im Bad abwaschen, aber alle meine Wimpern hatten sich am Ende eingekräuselt wie Geschenkband, das man über eine Schere zieht, und verhakten sich ständig ineinander. Das gleiche mit meinen Augenbrauen und einzelnen Schichten meiner Stirnhaare. Und sehr hell, all die Kräuselei. Es kitzelt noch manchmal.

EDIT: Wer bei diesem Artikel gelandet ist, weil er eine Anleitung zum Ölofenanzünden sucht, lese bitte diesen Artikel.

Kommentare»

1. Alexander Stritt - 26. Februar 2007

Das ist ja echt ein unglaubliche Geschichte.

Denke doch mal drüber nach dir einen modernen Ofen anzuschaffen. spart nämlich heizkosten.

Worüber ich mir aber auch noch Gedanken mache:

diese Aktion mit dem Ölofen hat dich doch bestimmt so 1-2 stunden gedauert oder??
das muss ja eine mordsaktion gewesen sein…du arme…

Und noch etwas: Du hattest verdammt Glück mit deinen augen…pass bitte das nächste mal besser auf okay??
Denn du hast ein hervorragendes Blog, ich werde mich ab jetzt hier blicken lassen…natürlich bist du auch in meine blogroll aufgenommen. Wenn du mein blog gut findest kannst du mich ja auch aufnehmen. Freuen würde ich mich total.

machs gut und pass bitte auf dich auf, denn ich möchte mehr beiträge von dir lesen okay??

Gruß:
Alexander Stritt

2. unentwegt - 26. Februar 2007

ach, köstlich, das erinnert mich doch jetzt sehr daran, wie das damals war, das mit den ölöfen … grins. natürlich ist das nicht witzig, wenn du dich auf diese art und weise fast gänzlich enthaarst (da hast du in der tat verdammtes glück gehabt!), aber den ganzen rest kenne ich … ich hab’ irgendwann auch mal zu viel öl in den brenner laufen lassen; der fidibus ist zwar nicht abgesoffen, aber es war doch genug „stoff“ im brenner, dass nicht nur das ofenrohr irgendwann rot glühte … als schmankerl fiel mir in diesem augenblick erstmal so richtig auf, dass der ofen ja einfach direkt auf dem holzparkett stand …

aber die dinger geben schon ‘ne ganz andere art von wärme ab, nicht? mit zentralheizungsluft ist das nicht zu vergleichen (auch vom duft her nicht, öhäm) … grins.

schöne grüße von hier nach dort!

3. loewenzahn - 27. Februar 2007

Ohjeh. Ich könnt das nicht, also mit einem Ölofen zusammenleben ;) Bei uns hats nämlich mal gebrannt, als ich kleines Kind war…seitdem hab ich mächtig Respekt vor Feuer und halte gepfolgen Abstand. Ein bisschen mehr Abstand könnte dir aber auch ganz gut tun, wenn man deine Geschichte so liest. Das nächste Mal bitte bitte vorsichtiger sein, ja?
Liebe Grüße

4. Bevor « Echtzeitmärchen - 16. März 2007

[...] so, und meine Wimpern sind seit dem Ölofenvorfall wieder inzwischen etwas [...]

5. Ölofen Anzünden - die Anleitung « Echtzeitmärchen - 16. Mai 2008

[...] „Da nach wie vor dieser Artikel am meisten gegoogelt wird und die Leser vermutlich nicht die Infos bekommen, die sie suchen, es geht so.“ [...] Trackback zur Anleitung