Übrigens 19. März 2008
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gefragt, gelesen.Tags: Bahnfahren, Berlin, Entscheidungen, Fragen, Freunde, Gespräch, israel, Istanbul, Leben, Männer, Morgen, Orhan Pamuk, Plan, Reisen, rot, schwarzer Tee, Tagebuch, Telefonieren, traurig, turkophil, Worte
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JN ist wieder aufgetaucht. So schüchtern ich auch war, ich konnte ihm gar nicht aus dem Weg gehen. Und es war alles sofort wieder da. Merkwürdig. Nur dieses eine mal, im Dezember, habe ich es geschafft, ihn zu sehen ohne was für ihn zu empfinden. Und da habe ich ihn zugegebenermaßen auch nicht angesehen. Er möchte mit mir grillen, er möchte, wenn er eine eigene Wohnung haben wird, in die Gegend ziehen in der ich wohne, er möchte, daß ich ihn besuche in England, wo er im Sommer für ein Jahr hingeht. Ah ja … er hatte bisher immer nur Fernbeziehungen. Konsequent, daß es jetzt endlich erst, nach 1,3 Jahren konkret wird. Es geht mir etwas besser als heute morgen (da war nur an die weiße Wand starren und Heulen drin, noch Gedanken an meine Eltern, wie die letzten Tage. Vielleicht fahre ich morgen sogar doch nach Berlin. Morgen ganz früh ruft mich meine beste Freundin aus Bulgarien an, und dann entscheide ich, ob ich den Zug um Viertel nach Zehn nehme (den ich nehmen müßte um pünktlich zu sein). Von ihr habe ich (übrigens) auch einen Schal aus Istanbul bekommen, der wunderwunderschön ist. Pamuk lesend (Rot ist mein Name) nenne ich mich ab so fort rechtschaffend turkophil und das nicht nur weil das Wort erfunden werden mußte. Bin so dankbar für die Verwandten bei denen ich unkompliziert, herzlich und vertraut wohnen kann und für die Freunde hier die sich melden und tolle Fragen stellen und Gespräche teilen. Aber ich bin trotzdem sehr traurig, das durchdringt mich wie Kaffee das Tiramisu. Trotzdem: Tiramisu!, wünsche ich mir. Aber um pünktlich um neun zum Tee bei A in seiner neuen Wohnung zu sein (die T für ihn gefunden hat, bei der ich am Montag war und mit der ich zum ersten Mal über unsere gemeinsame Zeit in Israel geredet habe, was mich nachdrücklich beeindruckt hat, ich dachte vorher immer, wir hätten es ähnlich wahrgenommen). Plan: Mit nur ganz kleinem Gepäck nach Berlin zu reisen, zur Not zu Waschen oder T-Shirts einfach zu kaufen. Alles wird gut sagen mir alle lieben Freunde. Ich hoffe, ich kann mich endlich wieder auf das Leben freuen. Das ist der Kern meiner Traurigkeit.
alles wird gut – sag ich dir auch.
es tut mir leid, dass du solche differenzen mit deiner familie hast. wie kommt das eigentlich?
gesegnete ostertage wünsch ich dir.