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last 31. Dezember 2008

Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, Tagebuch, gedacht, gelebt, gesehen, geträumt.
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Kein dramatischer Umbruch. Keine Explosionswaren eingekauft. Nur ein Ticket, ein Stadtplan, eine Flasche Sekt.

Ich schlafe jede Nacht in einem anderen Bett, und jede Nacht träume ich von Bahnhöfen und Zügen die ich bekommen muß. Unterwegssein nachts, unterwegssein tags, ich bin keine Freundin davon. Wird das eine Zeit sein, die ich im Nachhinein als glücklich empfinde?

Ich empfinde es gerade nicht so, aber ich empfinde es als nah dran am Leben. (Ab und zu krame ich nach meiner alten Berlin-Liebe, aber ich glaube, das ist vorbei.)

Ich mag das bürgerliche Leben meiner Freundin L und ihrer Eltern in Dahlem, ein winziges Haus an einer Ecke neben ihrer alten Grundschule. Kaminfeuer, Heringssalat, Strauß aus dem Radio. Ich mag es.

Ich habe Freunde verloren dieses Jahr, und ich habe Freunde gewonnen, und die ich verloren habe, vermisse ich kaum, und die ich gewonnen habe mag ich sehr. Außer T, diese Freundschaft darf nicht zu Ende sein, auch wenn es so scheint, ich weiß nicht, was ich machen soll, aber ich will ihn nicht verlieren, er ist wichtig, er war immer wichtig, und auch in den letzten Monaten.

Es gibt ganze Blogs die sich nur mit so was beschäftigen. Nein, nicht. Es ist ja immer nur sehr oberflächlich, was man in ein paar Sätzen dahinratzt.

Menschlich ist mir viel Schönes in diesem Jahr passiert. Also, das, was schön war, war richtig schön. Ehrlich und glücklich. Aber ich habe auch vieles von meiner Fähigkeit zu vertrauen eingebüßt. Das scheint mir das schwerste überhaupt, wie eine schwere Turnübung, wie das Reck, etwas das ich immer wieder probiere, und das immer wieder schwer war.

Aber es gab emails in diesen letzten Tagen des Jahres.

Und letztlich bin ich, immer wenn ich Tränen in den Augen habe, wenn ich Angst habe jemanden zu verlieren, doch auch froh, daß ich diese Tränen habe. Daß es mir wichtig ist. Ich sehe mich manchmal mit den Augen anderer Leute dieser Tage, und ich mag mich wenig, aber dafür, daß mir sie so wichtig sind, dafür, was ich empfinde und liebe, dafür mag ich mich.

Das war der letzte Nachgedanke zum Barcelona-Film, daß Vicky von allen mir die interessanteste, die sympathischste, die stärkste schien, die die liebt. Und, trotz der Starriege, fiel die Schauspielerin auf.

Ich stricke wieder. In den Bussen die die Stadt zerschneiden. Heute noch Wedding. Heute noch da wo mein März war.

Kommentare»

1. halbkind - 31. Dezember 2008

es tut mir so leid, dass ich immer noch nicht auf deinen ausführlichen kommentar geantwortet hab. ich hatte es immer vor…

ich wünsch dir, dass das neue jahr viel gutes für dich bringt.