weißes Heute 11. Mai 2009
Posted by echtzeitmaerchen in München, Tagebuch, gehört, gelebt, gelesen, gereist.Tags: Bayern, Bibliothek, dunkel, Gedanken, Gewitter, Himmel, Julia Franck, Kastanien, Kopfweh, Lagerfeuer, Landschaft, München, Menschenrechte, missent to denmark, Regentropfen, Regionalzüge, Reisen, Tagebuch, Wetter, Zugfahren
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Heute ist so ein Kopfwehtag. Gestern hätte es schon die ganze Zeit gewittern sollen, ab und zu gab es ein paar losgelöste Tropfen, von denen man zufällig getroffen wurde oder die sich als dunkle Punkte auf dem Pflaster bildeten, aber es war noch schön warm, die Kastanien hatten nicht nur ihre großen schweren Kerzen, sondern auch schwere, feuchtigkeitsdunkle Blätter, und der Hin-und Rückweg die Isar entlang zum Ampère war wunderschön.
Heute hat das sich immer weiter herausschiebende Gewitter aber einen Druck auf die Stadt und meine Stirn gelegt, und ich erinnere mich an Freitag, die Rückfahrt von der Menschenrechts-Tagung in Aschaffenburg mit dem Bayernticket kreuz und quer in Regionalzügen durch die Landschaft Mittelfrankens, die sanft, hell, rapsgelb, hügelig, gelegentlich bewaldet vor dem Fenster lag während ich Missent To Denmark hörte und das Ende von Lagerfeuer las, und je weiter ich nach Süden kam, desto dunkler wurde der Himmel, wegen des voranschreitenden Tagesendes, aber vor allem, weil der Himmel sich mehr und mehr mit Gewitter füllte, in Treuchtlingen setzte der Regen ein, in Augsburg der Donner, als der Zug in Pasing einfuhr der Blitz. Der Süden von Bayern, ja, aber eben auch in der Nähe der Alpen, das ist es, was München ausmacht.
Also schaue ich auf den drückend weißen Himmel an den weißen Säulen in den Fensterhöhlen der Bibliothek vorbei.
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