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Summer Crossing 12. Mai 2009

Posted by echtzeitmaerchen in gelesen, gereist, im Regal.
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Bei M ein Buch gefunden: Sommerdiebe von Truman Capote, eines dieser Nachlassdebuts, eine Sprache die einen belebt wie die Spritzer die entstehen wenn man Orangenschalen knickt, eine leichte Geschichte, in New York, dem einzigen Sehnsuchtsort den ich als heranwachsende Berlinerin mit dem typischen Berliner Selbstwertgefühl hatte: Die einzige Stadt die toller sein kann als Berlin.

Eine Wohnung an der Fifth Avenue, darin ein Zimmer mit einem Balkon von dem aus man den ganzen Central Park überblicken kann, Sommer in den Hamptons, die Familie bricht mit dem Schiff auf, um in Europa zu sommern, und man selber ist 17, frisch verliebt, und hat die Stadt und alle Freiheit der Welt, der Broadway leuchtet, wird nie dunkel im Flimmern der Leuchtreklamen, Ausflüge in die Welt von Clive, dem jüdischen Automechaniker aus Brooklyn, Treffen mit Pete, dem Exzentriker der gerade von einer Eliteuni geflogen ist, das ist eine Welt, in die es schön ist einen kleinen Wochenentrip zu nehmen.

Dieses Buch ist also eine Reise wert. Eine kurze, leichtbepackte, die kleine Ledertasche leicht geschultert, nur ein wenig frische Wäsche und eine Zahnbürste, Buch, Papier, Stifte, einen Regenschutz darin, und dann in den übergrünen regnerischen Frühsommer hinaus, mehr nicht.

Keine tiefen Züge in einem fremden Land. Nur ein wenig auf den eigenen Gedanken herumturnen, während man die Metaphern mitdenkt. New York, New York …

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