Nacht, Jazzmusik auf Deutschlandfunk, 29. Dezember 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, München, München/Berlin Berlin/München, Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, gereist, geschrieben, geträumt.Tags: Berlin, Bilanz, Deutschlandradio, Erinnerung, Fahrradfahren, Freunde, Gedanken, Himmel, Jahresrückblick, Jazzkonzert, langsam, Leben, Linde, München, Musik, nachts, Notizbuch, Papiertagebuch, Theater, Träume
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die Zeit für einen Jahresrückblick, ich habe auch einen in meinem Notizbuch verfasst, als ich am Donnerstag, den 24., bei P in der Küche saß und Radio hörte, aber ich will ihn nicht hierher übertragen.
Früher, in der Wohnung meiner Eltern, waren das Momente des Glücks, in denen ich in den schwarzen Himmel abheben konnte, wenn ich spät nachts Jazz gehört habe.
Damals hatte ich Träume … von einem Leben … das ich immer noch schön finde, aber in den seltensten Momenten führe. Ein paar Mal im Jahr sitze ich spät nachts bei guter Musik mit Freunden und lasse mich wegtragen, vom Schweiß der Musiker, von den Lücken zwischen den Worten, von Lachen und der Langsamkeit der Lider.
Die meisten dieser Momente in letzter Zeit habe ich in München erlebt. Kein Wunder, ich habe da viel Zeit verbracht. Und so finde ich mich hier, mitten in Berlin, wieder, wie ich auf einem Stadtplan den besten Fahrradweg von meiner Wohnung zum Beethovenplatz heraussuche.
Langsame Tage, komme wieder ins Leben zurück, Poetry Stadtmeisterschaften am Mittwoch in der Volksbühne, es wird also wieder einiges an Gedankenklee geben den ich wiederkäuen kann, der Jahreswechsel wird mich in einem westeuropäischen Land überrumpeln,und dann bin ich wieder da, und dann werde ich ins Theater gehen, ins DT, ins Maxim Gorki, wenn ich Kartenglück habe, in die Schaubühne, und dann werde ich nachdenken, denn beim Nachdenken fühle ich mich wie ein ganzer Mensch, noch ein Erinnerungsglück der mit der Zeit verbunden ist, als alles Glück darin bestand, sich herauszuträumen, in den Himmel, in das Geäst der Linde. Diese Zeiten sind sehr nahe hier.
so winter, so cold, so snow white 22. Dezember 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gelebt, geträumt.Tags: Jahresende, Jahresrückblick, Schneewittchen, Sterne, Sternenhimmel über mir, unterwegs, warm, Wüste, Weglassen, Winter, Zimmer
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Kalt war es, heute ist es föhn-warm, mein Zimmer ist wohlig und ruhig und ich muß es jetzt verlassen, um wieder verschiedene Betten, Städte, Freunde zu besuchen. Es wird ein wenig anstregendend, noch genieße ich die Ruhe, aber wenn ich unterwegs bin, werde ich es genießen, außer vielleicht, wenn ich in einer Woche in einem polnischen Auto in Belgien friere. Klingt spannend? Nur durch Weglassungen spannend – die Methode haben wir alle von Judith Hermann und Joanne K Rowling gelernt. Dazwischen wird dies und das sein, aber viel spannender für mich, und wohl nur für mich ist, die Wüste anzugucken mit warmeer Wüstenluft, nachdem ich aus dem Zug ausgestiegen bin, und unter dem Sternenhimmel zu laufen, nebenbei als Schneewittchen durch ein Stolpern der Zwerge den vergifteten Apfel auszuspucken, und aus dem Glassarg auszusteigen der dem Zug irgendwie ähnlich ist. Ich habe noch keine Jahresrückblicke gemacht, aber mir kamen ab und zu ein paar Gedanken zu diesem und jenem, das sich tatsächlich verändert hat in diesem Jahr.
zu Fuß 10. Dezember 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, geträumt.Tags: Abenteuer, Abschied, Bücherregal, Bücherstapel, Briefe, Briefe schreiben, Erinnerung, Mitschriften, Oasen, Sand, Sommer, sortieren, Trauer, Vorstellungen, Wüste, Winter, Zug
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Ich befinde mich mal wieder in einem Aufräum-Prozess. das ist ganz und gar nichts Neues. Normalerweise passiert es im Sommer, daß ich Ordner durchgucke., umsortiere, beschrifte, Postkartenstapel durchgucke, meine Pinnwand umhefte. Diesmal ist es also im Winter. Neu ist, daß es mich überhaupt nicht befriedigt: Das soll mein Leben sein?
, denke ich, wenn ich die Mitschriften von Vorträgen oder Symposien ordne, die (un)beantworteten Briefe nach Zeit und Absenderin sortiere, die Stapel der gelesenen Bücher in mein Regalsystem einordne -
ich befände mich in einem Trauerprozess, sagte gestern eine Freundin, des Abschieds von einem Zustands oder Verhaltens.
Und richtig, am Montag (nach einigen Tagen Rumräumens) fasste ich das Gefühl das ich von mir hatte in das Bild eines Zuges in der Wüßte, dessen Gleise nicht nur nicht mehr weiterführen, sondern der auch noch an Fahrt verliert und langsam stecken bleibt und, wie es in der Wüste nicht ausbleibt, von Sand eingeweht wird, so daß das Getriebe nicht mehr greift.
Irgendwie habe ich inzwischen das Gefühl, ausgestiegen zu sein, ohne Zug und Metallrüstung weiterzulaufen, dafür mit zwei an den Gürtel gehängten und über Kreuz gebundenen Flaschen wie sie CM bei der Sinaj-Wanderung trug – tragte, will ich fast sagen bei der Erinnerung. Ich laufe märchenhaft behende über die Hügel, gewappnet für Abenteuer und Oasen.
I. B: 12. November 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gelesen, geträumt, im Regal.Tags: Literaturen, Ingeborg Bachmann, verwunschen, Dichterin, Verlesen
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In einer alten LITERATUREN-Ausgabe lese ich über Ingeborg Bachmann aus Versehen statt “ Auf der Suche nach einer verschwundenen Dichterin“ „Auf der Suche nach einer verwunschenen Dichterin“.
Es scheint die Sonne. 21. September 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gelebt, gelesen, geträumt.Tags: Wetter, Fragen, Tagebuch, Sonne, Leben, Farben, Himmel, sortieren, warm, Haare, Herbst, Freunde, Bilanz, Ayran, Strumpfhosen, Lidschatten, Lernen, uni, Vorlesungsverzeichnis, stundenplan, feier, torte, suppe, abwaschen
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Gestern hätte mein Eintrag mit den Worten“Sonntag. Herbstag. Heller Himmel“ begonnen, vielleicht hätte er auch daraus bestanden. Vielleicht hat er daraus bestanden, ich habe ihn nur nicht geschrieben.
Eine gelbe Hose, die ich letzte Jahr in Istanbul gekauft hatte, fiel mir beim Endsommerneufalten meiner Kommode in die Hände, ich hatte sie den ganzen Sommer nicht an. Sommer ist nicht mehr, nur bayerischer Herbst, was temperaturmäßig nicht viel Unterschied macht, darum trage ich sie heute und schwitze erstmals nicht seit ich die Herbströcke und Strumpfhosen wieder aktiviert habe. Die Woche war fein und fast zu schön, gestern kamen mir Zweifel, ob das Leben so schön sein könne, ob ich damit Erfolg haben könnte, ob ich so weitermachen kann. Ich habe eine Feier gemacht, mit Torte und Kuchen und Suppe und vielen Leuten in meinem Raum, vierzehn Leute in meinen 16 Quadratmetern in denen noch Herd und Spüle stehen, ein großes Bett, zum Glück kein Schrank, aber raumgreifende Bücherstapel und eine Kiste voll von ZEITresten. Und eine Gebetsecke. Es war warm, es gab Kerzenlicht, es war gar kein Stress, irgendjemand hat immer Tee oder Kaffee gekocht oder die Tür aufgemacht, und am Ende blieb als längstes A, wieder auf meinem Bett sitzend, und erkannte aus der Musik die im Hintergrund lief die Einzellieder, die ich ihn auf ein Mixtape gemacht habe. Der Wein den wir tranken war leider furchtbar schlecht, vielleicht koche ich eine Bolognese, um ihn unterzubringen, oder ich gieße ihn doch weg, in der Hoffnung, daß der vorhandene Alkohol meine Spüle desinfiziert. Wir haben mein gesamtes Geschirr benutzt und Besteck, am Mittwoch hatte ich weder Tasse noch Glas noch Gabel noch Löffel noch Teller für mein Frühstück. Weil der Boiler immer nur so wenig Wasser erhitzt und man nicht lang abwaschen kann, bis das warme Wasser aus ist, habe ich noch bis Freitag gespült, die Spritztülle für die Torte, den Suppenpüriertstab, die Schüsseln, Schälchen, Tassen, nur eine Springform liegt immer noch in der Spüle. Hui, soviele große S in einem Satz- vielleicht ist S ein Küchen-Konsonant.
Ich habe gerade meinen Stundenplan angefangen zu bauen. Ich bin hoffnungslos hinter der Zeit der BA- und Online-Studenten: Ich habe mir die Lehrveranstaltungen, die mich interessieren mit Bleistift auf ein großes weißes Blatt abgeschrieben, unterteilt in fünf Spalten mit einem Kasten für die Blockveranstaltung in der unteren rechten Ecke. Es ist völlig voll und zeigt mir mal wieder, warum und wie ich schon so lange studiert habe. Ich bin immer klüger geworden, ich habe nur nicht die Scheine gemacht, die ich hätte machen sollen, die das Unisystem für relevant erachtet, ich habe immer viel Neues gelernt. Vielleicht helfen mir W und M, die ich gleich treffe, beim Rausstreichen von wenig erfolgversprechenden Dozenten.
Ich lese immer noch „das verborgene Wort“ von Ulla Hahn, ich finde es nicht mehr literarisch überragend, aber höchst spannend, und ich will wissen, wie es mit den Personen weitergeht, stirbt Maria? Vorerst wachsen ihre Haare wieder nach. Noch sind es 200 Seiten von 600 bis zum Ende. Beid den Korrekturen von Franzen habe ich das im März in drei Tagen gelesen – im Moment bin ich einfach glücklich. Ich liege auf dem Bett und freue mich. Ich treffe meine Freunde und freue mich. Ich trinke Ayran und freue mich. Ich verzehre die Sonne mit dem Appetit des kobaltblauen Meeres und freue mich. Ich verteile bunte Farben auf meinen Augenlidern, ich bürste meine Haare, ich sortiere meine Sachen, ich trinke schwarzen Tee mit Milch, ich mache Wahlkampf und freue mich.
Warte nur, dir wird das Lachen schon vergehen? Ist die große Unke die hinter so viel Glück steht. Nicht meine vertrauteste Übung. Und es lauert auch schon wieder eine Woche Berlin, wie wird die werden?
pläne 14. August 2009
Posted by echtzeitmaerchen in geträumt.Tags: Collage, Fotografieren, Fotos, Freunde, grün, lächeln, Licht, Menschen, Patchwork, Planen, Reisen, Sommer
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Ich wollte diesen Sommer nach Berlin (nach Hause), an die Ostsee, nach Spanien und nach Taizé. Es sah so aus, als ob nichts davon klappen würde, aber plötzlich wird aus dem Sommer den ich mir gewünscht habe, der Sommer den ich haben werde. Mit Abstrichen. Jedenfalls fahre ich über meinen Geburtstag an die Ostsee. Mit Zelten. Und nur zwei Kleidern im Gepäck. Und zum Poetenfest nach Erlangen wo Katharina Hacker sein wird. Es wird ein Patchworksommer, und vielleicht gelingt es mir, wenn ich a) nicht wie immer meine Kamera vergesse und b) nicht wie sonst in den seltenen Fällen daß ich sie dabei habe, vergesse Fotos zu machen, am Ende des Sommers eine Patchwork-Collage aus diesen Sommerbildern zu machen. Letzten Sommer habe ich Fotos von einzelnen Menschen gemacht, die hängen an der hölzernen Kopfwand meines Bettes, Freunde, die in die Kamera oder schauen oder eineander ansehen. Wenn mich jemand gefragt hat, wer das ist, habe ich, während ich die Namen genannt habe, gedacht „das war mein Sommer“. Ich mag das grüne Licht und das Lächeln das es auf die Gesichter mancher Menschen wirft.
(Vorfreuen) 10. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gelebt, geträumt.Tags: Bulgarienluft, Erwartung, Fenster offen, Frühling, Juni, Momente, Reisen, Sommer, Tagebuch, Träume, Vorfreude, warm, Wollpulli
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Wird es endlich Frühlin Sommer? In Bulgarien sind es 38 Grad, und ich erinnere mich lebhaft an die Ankunft letztes Jahr dort nach zwei Tagen Zugfahrt (zumindest in der Erinnerung) in ebensolche Hitze. Auf Spanisch kann man sagen „Qué rico, el sol“, was sowohl reich also auch: lecker heißen kann. Wärme kann sehr appetitlich sein.
Heute also endlich wieder ohne Wollpullover, endlich wieder das Fenster den ganzen Tag offen, das Geschirr trocknet schnell, kommt der Juni doch noch?
Wieder oft wird der Post „Wie war Ihr Sommer?“ gegoogelt, und wenn ich das sehe, frage ich mich jedes Mal wieder, wie ich diese Frage am Ende dieses Sommers beantworten werde. Und ob es bis dahin überhaupt ein Sommer gewesen sein wird. Diese Frage scheint eine Antwort zu bekommen. Aber ich warte morgen ab, um mich festzufreuen.
Während ich das Geschirr in den Abtropfkorb stelle, kann ich mir erstmals vorstellen, bald ich einer richtigen Wohnung mit Küche zu leben. Also, nicht bald, aber innerhalb der nächsten zwei Jahre oder sogar schon eineinhalb. Etwas, um mich drauf zu freuen. Solche Dinge sind winzig im Moment, darum sammle ich sie und reihe sie an Schnüre. Wenn die Kette lang genug ist um mich zu schmücken, ist schon viel geholfen.
Aktualisierung 27. März 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gelebt, gelesen, geschrieben, gesehen, geträumt.Tags: Alpträume, analog, Bibliothek, Brille, Chaos, Deutschlandradio, Haare, Leute, Männer, Papiertagebuch, rouge, Schaukelstuhl, sortieren, Tagebuch, Träume, unterwegs
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Ich weiß, ich bin überhaupt nie mehr im Internet. Umso erstaunlicher, daß diese Seite dennoch täglich angeklickt wird. In gewisser Weise widerfährt mir im Moment eine Menge Blogbares. Aber das wäre jetzt zu viel auf einmal zu beschreiben. Immerhin war ich jetzt das erste Mal in diesem Jahr (glaube ich) sogar zwei Tage direkt hintereinander im Netz. Ich muß dringend für einen Prof Bücher suchen, das war der Grund, aber es fühlt sich auch gar nicht schlecht an, statt zu Hause oder unterwegs wieder in der Uni zu sein. Ich habe viel gelesen in der letzten Zeit und viele Leute getroffen. Ich war viel unterwegs und hatte ziemliches Männerchaos. Und ich habe seit gestern einen neuen Schaukelstuhl! Und meine Haare werden langsam lang. Und ich habe eine neue, dunkle Brille und Rougebenutzen entdeckt. Und ich habe, völligüberraschend, bei einer Fernsehshow mitgearbeitet. Das war interessant und erhellend, aber auch deprimierend. Dafür bin ich als Zeit-Leserin und Dradio-Hörerin vermutlich zu weltfremd. Und ich war viel im Kino. Und ich bin aus einem Job geflogen, aber das habe ich, glaube ich, schon geschrieben. Sonst gibt es, grob gesagt, nicht viel. Nur im Detail. Aber um darüber zu schreiben brauche ich immer etwas Abstand. Meine beste Freundin war zur Zeit etwas verschollen, das ist nicht so schön. Und ich habe M das letzte Mal am Mittwoch gesehen, nachdem ich mit ihm seit gut einem Monat jeden Tag mindestens zwei Stunden telefoniert habe, selbst wenn wir uns gesehen haben. Er fehlt mir. Wir telefonieren erst Sonntag wieder, nach dem Tatort, der in München spielen wird. Was wird nur aus diesem verdammten Leben? Heute Nacht hatte ich zwei Albträume, im ersten bin ich durch eine wichtige Prüfung gefallen und im zweiten war ich verhaftet aus religiösen Gründen in einem Lager, im 17. Jahrhundert, während der Religionskriege – dabei hatte ich mich gestern nur eine halbe Stunde darüber mit B unterhalten, genauso gut hätte ich auch von Abtreibung oder den amerikanischen 50ern träumen können, aber nein, es war dieses Historienlager, und zugleich schien es in Indien zu liegen, hm, ich habe Slumdog Millionaire zweimal gesehen – jedenfalls liegen diese beiden Träume heute noch den ganzen Tag auf mir. Jetzt habe ich Hunger. Und gehe nach Hause. Obwohl ich fast zu müde dafür bin. Und nur einen Aufsatz für meinen Prof gefunden habe. Nächste Woche wieder – es ist schwierig, klein anzufangen, denn die Vorstellung in dem Tempo weiterzumachen ist beängstigend, aber im Vergleich zu den letzten Wochen habe ich in den letzten drei Tagen unheimlich viel geschafft: Endlich wieder emails geschrieben. Im Waschsalon gewesen, inzwischen sogar fast alle Kleider von der Leine genommen und weggeräumt, nur ein kleiner Rest ist noch feucht und hängt noch. Und gearbeitet. Und – aber das war auch in den letzten Wochen so: Zufällig Leute auf der Straße getroffen, mit ihnen geredet, aber über nichts wichtiges. Ich habe so viel mit Leuten gemacht und geredet in letzter Zeit, über Bücher und Kino und Politik, aber nie über mich. Das ist komisch. Kein Wunder eigentlich daß ich nicht blogge. Immerhin habe ich vor ein paar Tagen wieder angefangen, Tagebuch auf Papier zu führen. Aber trotzdem unheimlich, wie viel sich in der letzen Woche plötzlich ergeben hat. Davor eine Woche in der ich ununterbrochen unterwegs war und fast keine Nacht zu Hause, dafür fast jede Nacht wo anders, davor eine Woche in der ich nur zu Hause war, so daß ich schließlich dachte, es sei Freitag, es war aber schon Samstag, davor … daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Eine Woche mit von allem etwas, glaube ich. Jedenfalls habe ich ungefähr sechs Bücher die Woche gelesen in den letzten Wochen. Darum war es eine gute Zeit. Und habe, eine Sensation für mich, fast gar nicht mehr Radio gehört und damit auch ein bißchen den Boden der politischen Allgemeinbildung verlassen. Was vorher immer ein Rückgrat war, ich wußte was an dem Tag geschehen und was davon wichtig war, war weg. Und die Bücher waren ja nicht weniger wichtig. Nun ja, der Hunger zieht mich hier raus, und ich höre auf mit dieser Aneinanderreihung … von …
Schrobenhausen ist das Beelitz von München 17. Mai 2008
Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, München, München/Berlin Berlin/München, gefragt, gehört, gesehen, geträumt.Tags: Beelitz, Berlin, Erinnerung, Fahrradfahren, Heimat, Landschaft, Mark Brandenburg, Märkische Heide, München, Schlachtensee, Schrobenausen, See, Sommer, Sommerfrische, Sommerhaus, Spargel, Träume, Volkslied, Wandern, Was nützt die Liebe in Gedanken
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Eventuell habe ich das schon drei Mal in diesem und dem Vorgänger-Blog erwähnt, weil es mich jedes Mal wieder überrascht, daß jede Stadt so ein Marken-Spargel-Dorf im Umkreis zu haben scheint. Das erinnert an die Zeiten, als Städte noch vom Umland versorgt wurden, man in die Sommerfrische fuhr in ein Sommerhaus mit gut gefülltem Weinkeller (wie in Was nützt die Liebe in Gedanken), das Dienstpersonal seine Heimat in umliegenden Dörfern hatte – all das wonach sich die Berliner während der Mauerzeit sehnten!

Wanderungen durch die Mark Brandenburg! Märkische Heide!

Durch die Landschaft radeln an einen See der genauso schön ist wie der Schlachtensee, aber einsam.

Auf dem Rückweg etwas Spargel mitnehmen und dazu dann die Kartoffeln aus dem Nachbardorf aus dem Keller hochholen. Ach, der Sommer, in dem das Land so weit ist!
