endlich der neue 23. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gehört, im Ohr.Tags: Bücher, Bibliothek, Hörspiel, Marie-Lou Sellem, Radiotatort, Tatort, Texte
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Radiotatort, mit Marie-Lou Sellem, die ich mag seit ich sie in Nichts Bereuen als etwas ältere Krankenschwester gesehen habe, die Daniel Brühl anlernt und entjungfert.
In diesem Tatort verbrennt eine Bücherei, und ein Autor ist entsetzt über die zu verloren gehen drohenden Autographe und Manuskripte. Das erinnert mich an den Nachruf, den Günther Wallraff über seine verschollenen unveröffentlichten Texte, die mit dem Kölner Stadtarchiv verschüttet wurden, in der ZEIT veröffentlicht hat. Und es erinnert an die brennende Bibliothek Umberto Ecos Im Namen der Rose. Es scheint auch um aus ideologischen Gründen gestohlene Texte zu gehen …
„Das Wetter ist so … flüssig“, 23. Juni 2009
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt, im Ohr.Tags: Belle & Sebastian, Gedanken, Licht, nachts, Poesie, Sommer, Tagebuch, Verschwendung, Wetter
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sagte heute einer Bekannten Bekannte. Das ist poetisch und wahr. Wie immer zeigt sich, wie hilfreich es ist, um eine Sache präzise auszudrücken, der verwendeten Sprache nicht vollkommen mächtig zu sein. Ich dagegen sage zur Zeit meist nur „Es ist Herbst. Ich habe mich damit abgefunden. Ich trauere nicht mehr um den Sommer.“
Von Belle & Sebastian gibt es ein Lied mit dem Namen „A summer wasting„. Ich glaube, es ist auf der Platte The Boy With the Arab Strab, jedenfalls habe ich es das erste Mal gehört, als es Winter war. Ich kenne das Gefühl, es ist Sommer, das Wetter ist schön, aber ich schlafe am Tag und bin nur nachts wach und da auch nicht draußen, und ich weiß: Ich verschwende diesen Sommer. Oder zumindest an diesem Tag diesen Sommer. Wobei „Verschwendung“ im Deutschen noch nach verschwenderischem Luxus klingt, nach Vergnügen, wenn auch unsachgemäßem. „Schlecht werden lassen“ träfe es vielleicht besser und hätte fast die Poesie des oben genannten Ausdrucks. Sich an so etwas im Winter zu erinnern, ist besonders plastisch – der Zeit in der man jedem einzelnen Sonnenstrahl hinterherweint, sich nach Licht in jeder Form sehnt oder einfach danach, draußen sein zu können ohne vor Frieren zu verkrampfen.
Dies ist der erste Juni seit ich dieses Blog schreibe, das mein Blog hauptsächlich über die Suchanfrage „Ölofen anzünden“ gefunden wird. Das charakterisiert diesen Juni in meinen Augen ausreichend.
Hagel der durch mein Fenster prasselt schneller als ich es schließen kann, ja schneller als ich die Pflanzen wegräumen kann vom Fensterbrett um an das Fenster zu kommen 22. Mai 2009
Posted by echtzeitmaerchen in gehört, gelebt, im Ohr.Tags: Dota, Farben, Fenster offen, Hagel, Kleingeldpinzessin, Licht, schwarzer Tee, Sonne, Ukulele, ZEIT
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Gestern dieser freie Tag. Genug Zeit für die ZEIT, für M, für Tee, und die Sonne hatte einen dunklen, warmen Farbton, in dem Licht das sie dahin schüttete wo ich war.
Das Konzert von Dota der Kleingeldprinzessin im Feierwerk, sehr voll, viele Bekannte getroffen, nette Überraschungen, auch eine unangenehme, aber die beste: Die Musik war tanzbar, und es wurde sogar gepogt (mehr überraschend als bestens). Und ein geschenktes Sandwich von den Leuten die hinterm Haus grillten. Und der Boden bebte mehr als das Konzert vom unter dem Konzertsaal liegenden Club.
Wenn es still war, bebten nur die Füße.
Jan Rohrbach ohne Ukulele aber mit Melodika.
Vormusik be the food of love 11. Mai 2009
Posted by echtzeitmaerchen in München, gedacht, gehört, im Ohr.Tags: Babylon Circus, de la musique et du bruit, Glück, Jamaram, kleine Band, Löwenzahn, München, melancholiefrei, mixtape, Vorband
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Gestern im Ampère spielten Babylon Circus, mit Jamaram als Vorband. Zwei Jahre lang war „De la musique et du bruit“ von Babylon Circus auf jedem meiner Mixtapes, wer damals eins von mir bekommen hat, erinnert sich vielleicht, es war meistens unter den ersten sieben Liedern.
Gestern habe ich endlich das Prinzip Vorband begriffen: Zuvor waren das für mich Bands, die eine nette Entdeckung waren: Mexican Elvis bei The Good Life, Duné bei Moneybrother, manchmal bin ich auch nur wegen der Vorband wohin gegangen und konnte mit dem Hauptact nichts anfangen, auf jeden Fall habe ich mich immer für eine kleine Band gefreut, wenn sie Vorband einer international bekannten war, aber normalerweise schien sie mir eher als Lückenfüller, damit die Hauptband noch nicht spielen muß, während die Leute langsam eintrudeln. Daß die Vorband ja noch spielt, scheint für Leute fast ein Grund zu sein, später zu kommen. Irgendwo hatte ich zwar schon mal gehört, daß die Vorgruppe dazu da ist, daß das Publikum „eingeheizt“ (wer auch immer solch ein Wort verwendet) wird und schon mal anfängt zu tanzen, aber erlebt habe ich das noch nie.
Das Konzert gestern war der Endpunkt des Deutschlandabschnitts der Tour von Babylon Circus, für den Jamaran die Vorband war. Im Laufe dieser Zeit muß der Kontakt der beiden Bands immer enger geworden sein. Und es klang in den Ansagen so, als hätten die vorangehenden Konzerte lebhafter sein können. Also sagte der Jamaram-Sänger zusammengefasst: Hallo München (Pubklikum: jeah–!) – jetzt zeigt Babylon Circus doch mal was Ihr drauf habt(Pubklikum: jeah–!) – wir haben Ihnen nämlich versprochen, hier in München rockt das Haus!(Pubklikum: JEAH–!!!)
Gesagt werden muß dazu, daß Jamaram aus München kommen, und das letzte Mal das ich versucht habe, auf Empfehlung von Löwenzahn, zu einem Konzert von ihnen zu gehen, war heillos ausverkauft, wie anscheinend immer, wenn sie hier spielen …
Das Publikum war also schon bei Vorkonzertbeginn vollständig versammelt, dicht gedrängt und mit den Hüften aneinander und den Händen in der Höhe am Tanzen.
Außerdem spielten bei beiden Gruppen jeweils auch Musiker der anderen mit, am Ende war eine unüberschaubare Menge von Musikern auf der Bühne, und eine die neben mir stand, packte ihre Posaune aus und kletterte schüchtern über die Absperrung, bis sie der BC-Posaunist heranwinkte und mit ihr die Akkorde besprach.
Die dritte Zugabe (von fünfen) war De la musique et du bruit. Aber das beste war, so viel Glück, ironie- und melancholiefrei in den den Gesichtern des Publikums zu sehen.
Schwesterscheiben 24. April 2008
Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, gefragt, gehört, im Ohr.Tags: artwork, Berlin, CDs, Farben, I sing I swim, iron & wine, kleine Band, mp3, Norden, our endless numbered days, seabear, the ghost that carried us away
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Die CD - also, ich meine tatsächlich die Metallscheibe bzw. ihre Rückseite – von our endless numbered days (downloadlink) von iron and wine sieht genauso aus wie The Ghost That Carried Us Away von Seabear, die erste in lindgrün, die zweite in worpressdashboard-hellblau.
In der Artwork vom Seabearalbum steht eine Adresse aus Berlin – das habe ich denen auch abgenommen, obwohl ich sie erst für skandinavisch hielt. Nun sind sie aber doch aus Island.
Kann man den Norden hören?
Lieblingslied: I Sing I Swim (downloadbar. Und wunderschön.)
Tautropfen 11. April 2008
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gehört, im Ohr.Tags: Chloé, Chlotilde, Eis, kleine Band, Le Clandestin, Paris, Störche, Strasbourg, Strasburg, Vergleich, Vive les Cigognes
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Was ich sehr mag: Daß auf dem Album „Vive les Cigognes“ von Le Clandestin das Lied Chlotilde viel schöner ist als Chloé. Und Strasburg Paris schöner als Paris Strasbourg.
Außerdem war cigognes das erste französische Wort, das ich gelernt habe, auf dem Platz vor dem Münster von Strasbourg(!).
Die Störche haben mich als Vierjährige sogar von meinem Eis abgelenkt, und es ist zu erwähnen daß ich kaum etwas so liebe wie Eis!
Geschenk zum orthodoxen Weihnachten 9. Januar 2008
Posted by echtzeitmaerchen in gehört, gelebt, im Ohr.Tags: Between the moon and love, Download, Geschenk, kleine Band, mp3, Musik, The Sheds, you are charming
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ich habe das ganze Netz und alle Plattenläden nach Platten von ihnen
abgesucht – und dann gibt es die Musik als Gratisdownload auf ihrer
Seite! Ein Lied das ich zur Zeit so sehr liebe, daß es auf der Playlist
für A die ich ihm schenken möchte wenn er aus Indien wieder kommt,
ist dieses hier. Ich liebe die ganze Akustik der Zeile You are charming
…, speziell die des Wortes Charming …
schon ewig kein neuer Post mehr? 10. Dezember 2007
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gehört, gelebt, gereist, im Ohr.Tags: A Life A Song A Cigarette, Autorität, Bilanz, Konzert, Leben, Leitung, Männer, Musik, Reaktionen, Tagebuch, The Good Life
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ich kekse mein Leben aus zwischen Kurzzeitpädagogik und Wissenschaft, zwischen A und JN, und probiere, mit wie wenig Schlaf ich das alles hinbekomme. Ferien kann ich mir irgendwie gar nicht mehr so richtig vorstellen. Gut war: The Good Life. Ganz anders als auf CD, life viel rockiger, obwohl ihre neuste CD die ruhigste ist. Super war „a life a song a cigarette“, das perfekte resumee meines musikgeschmacks, und der sänger hat sich währnd des konzerts auf den boden mitten im publikum gesetzt und gitarre gespielt und gesungen. und es gab ein byrds-cover. Ich bin grad noch an der uni und hole arbeit nach. die letzten beiden wochen waren geprägt von seminaren die ich geleitet habe und die mich sehr geschafft haben, davor war eine fortbildung, dazwischen ein teamabend, ich denke viel über autorität und freiheit nach, insbesondere über autorität die ich leider ausüben muß und was das mit mir macht. gut war das alles trotzdem, ich bin stolz und ich habe die welt verändert.aber heute wieder an der uni zu sein und zu denken war eine riesenerleichterung. reaktionen auf meine gedanken zu bekommen war wie etwas auf das ich durst hatte.teilnehmer an seminaren reagieren nicht wirklich auf mich. es geht nur um mich als leitung. und bei meiner leitung geht es um sie.reaktionen zu brauchen macht mich wirklich aus.bis zu der fortbilsung war mein leben wie ein schwanken zwischen all unsagbar vielem das passiert ist, inzwischen stehe ich fest und die spannung ist in mir, ich bin stabil, aber müde.sehr müde. und weiß gar nicht wie ich das ohne schlaf alles packen soll, zumindest das dringendste.zum glück bin ich glücklich. sonst ging das wohl alles gar nicht. und klug. habe ich das schon erwähnt?
So einfach ist das, Bands kennenzulernen? 9. November 2007
Posted by echtzeitmaerchen in gefragt, gehört, geschrieben, im Ohr.Tags: Die neuen Leiden des jungen W., Edgar Wibeau, Friedemann Weise, Geschenk, Kapartenhund, kleine Band, Lingby, myspace
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Habe mich heute bei myspace angemeldet weil:
Ich bei einer von mir geliebten Band weder an Email noch an sonst was rankam, deren Homepage ist zur Zeit eine als Postkasten getarnte Baustelle, die einzige Möglichkeit war, ihnen eine Nachricht über ihre Myspaceseite zu schicken, dabei stellte ich fest, daß man dafür angemeldet sein muß.
Nach ein bißchen Inmichgehen („ich analysierte mich kurz und stellte fest“ wie Edgar Wibeau sagen würde) meldete ich mich an, schrieb eine Fan-Bitte-Toll-Wienur-Nachricht,
und danach suchte ich noch den anderen Musiker von dem es kein Rankommen an CDs gibt (der ist bei keinem Label und verkauft nur Selbstbespieltes über Konzerte, glaube ich), schrieb ihm auch, und was schrieb der zurück?
Vielen Dank für die Begeisterung, natürlich, und dann, wer ein selbstgemachtes Cover von … (meiner Lieblingsband, er hat das Cover auf Anhieb erkannt!) als Profilbild hat, braucht nichts zu zahlen!
Und daß er gern mal nach München kommen würde.
Die andere Band schrieben eben das auch zurück und fragten mich, ob ich nicht einen Club für sie wüßte, in dem sie spielen könnten, so als Empfehlung. Und versprachen mir zwei CDs zum Sonderpreis von 8 Euro und Porto brauche ich nicht.
Hm, komisch, natürlich habe ich die immer nur von der Ferne verehrt, und jetzt schreiben die mir Nachrichten! Vielleicht sollte ich nicht mehr „die“ sagen … Freude zum Abend jedenfalls heute.