noch ein neuer Artikel. 1. September 2009
Posted by echtzeitmaerchen in München, Tagebuch, gedacht, gefragt, gehört, gelebt.Tags: Bibliothek, Eis, Freunde, Freundschaft, Gedanken, gespräche, Leben, Lernen, München, Menschen, Tagebuch, Telefonieren, vergessen, Wissen
add a comment
Nach dem Eisessen. Leben in München. Bibliotheken prägen mein Leben, außerdem die über die Stadt verteilten Orte, an denen Eis erhältlich ist. Außerdem die über die Stadt sich verteilenden Menschen, die mir etwas bedeuten.
Wie seltsam, welche Rolle Gespräche für das Entstehen von Nähe bedeuten. Ein Wissen, daß ich, unformuliert, bestimmt als Teenager schon hatte, wie alle Teenager, die stundenlang telefonieren.
Ich habe so viel vergessen. Ich hatte ein rasend gutes Gedächtnis für alles, bis ich 23 war, ich konnte mir jedes Detail merken. Seit dem ist vieles immer wieder neu für mich daß ich irgendwann schon mal kannte oder wußte. Kennen und wissen ist aber ohnehin jedesmal anders, wenn man sich wieder ein wenig verändert hat.
So spreche ich, erzähle, höre zu, merke mir, was ich höre, frage, lache, weine, umarme.
Tautropfen 11. April 2008
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gehört, im Ohr.Tags: Chloé, Chlotilde, Eis, kleine Band, Le Clandestin, Paris, Störche, Strasbourg, Strasburg, Vergleich, Vive les Cigognes
1 comment so far
Was ich sehr mag: Daß auf dem Album „Vive les Cigognes“ von Le Clandestin das Lied Chlotilde viel schöner ist als Chloé. Und Strasburg Paris schöner als Paris Strasbourg.
Außerdem war cigognes das erste französische Wort, das ich gelernt habe, auf dem Platz vor dem Münster von Strasbourg(!).
Die Störche haben mich als Vierjährige sogar von meinem Eis abgelenkt, und es ist zu erwähnen daß ich kaum etwas so liebe wie Eis!
Ich bin in Berlin 20. Februar 2008
Posted by echtzeitmaerchen in Berlin, München, München/Berlin Berlin/München, Tagebuch, gedacht, gefragt, gelebt, gereist.Tags: Bayern, Berlin, Eis, Freundschaft, Gespräch, Gewohnheit, Jeans, Kastanienallee, Kneipe, Langeweile, München, Menschen, Offenheit, Raum, Reisen, Tagebuch, Tinte, unterwegs
1 comment so far
In der Kastanienallee. Furchtbar. Da reist man so weit, und München holt einen doch wieder ein. Hier ist es nur noch ein bißchen langweiliger, weil die Bayern aus dem Umland die ihre Berge vermissen, fehlen. Wo sind sie, die Mecklenburger und ihr Seenplattenheimweh, die ich sonst immer hier getroffen habe? Überall, nur nicht im Prenzlauerberg wahrscheinlich. Früher gab es ja mal die Trennliene Torstaße nördlich derer die rosa Altbauten noch nicht rumwucherten, aber das ist VORBEI.
Und dann ist da noch etwas Merkwürdiges: Ich genieße es nicht mehr, S-Bahn zufahren. Ich weiß nicht warum. Das war immer eines der schönsten Dinge hier für mich. U-Bahnfahern über der Erde auch. Da war ich sogar glücklich, wenn ich unglücklich war. Das ist vollkommen verpufft. Es berührt mich nicht mehr.
Ich bin anders geworden.
Und dann passieren noch viele andere Dinge. Meine Eltern quartieren mich virtuell immer wieder ein uns aus, da war ich nicht ein einziges Mal bisher, alle anderen laden mich ein, meine Cousine rät mir, gar nicht zu meinen Eltern zu gehen außer vielleicht zum Kaffee, ich würde so gerne wenigsten meine bunten Tintenfäßchen, meine Israel-Schlag-Jeans (ich habe beschlossen, daß ich Schlaghosen jetzt einfach wieder trage, Röhre hin oder her), meine Klarinette und Streichhölzer mitnehmen.
Außerdem fiel mir gestern in einer Kneipe in der Freunde von mir lasen beim Abschlusslied ein Bild auf den Kopf. Eine fremde Frau brachte mir Eiswürfel, und ich saß auf dem Sofa und kühlte meine Beule, und meine Freunde saßen zwei Tische weiter. Das hat mich sehr traurig gemacht. Ich war ohnehin traurig über ein Telefongespräch mit einer erneuten Ausquartierung meiner Mutter und war eh der Überzeugung, daß mich niemand mag, sonst hätte vielleicht ich mich rübergesetzt. Ich bin dann gegangen. Heute habe ich es immerhin vor zwölf geschafft, mir die Frage ob mich überhaupt jemand mag gar nicht mehr zu stellen. Das Bewusstsein daß mein Wert überhaupt nicht davon abhängt und daß auch keines anderen Menschen Wert davon abhängt wie die Leute ihn behandeln, weil wir eben MENSCHEN sind und nicht nur Spielfiguren, StudiVZ-Profile, Gruppendynamiktrainingsteilnehmer, hat sich einfach wieder eingestellt. Ich mußte nichts dafür tun. Es war stärker. Ich bin also schon lange genug von meiner Familie weg, daß sich die Gewohnheit meines richtigen Lebens über die Gewohnheiten meines alten Lebens gelegt hat. Und auf diese Gewohnheiten kommt es, Vernunft hin, Vorstätze her, an. Und sie können sich ändern. Trotzdem wünsche ich mir einen Platz in meiner Familie, offene Arme, und das können meine Freunde mir nicht geben, auch nicht mit allen offenen Armen, mit all der Zeit, dem Essen, den guten, interessanten Gesprächen, die sie mir schenken.
Ich bin 27. Ich war lange unabhängig davon wie meine Familie mich behandelt. Aber ich habe zu gemacht. Wenn ich weiter offen bin, bleibe ich verletzlich und unglücklich und vielleicht nicht altersgemäß. Wenn ich mich verschließe, bin ich wieder stark und fröhlich und patent, aber es wird sich nie etwas ändern, ich werde nie einen Platz in meiner Familie haben, wenn nicht mal ich ihn mir wünsche.
„Wie war Ihr Sommer?” 13. September 2007
Posted by echtzeitmaerchen in gedacht, gefragt, gelebt, gelesen, gereist, gesehen.Tags: Baden-Baden, Besuch, Bilanz, Eis, Emmas Glück, Feridun Zaimoglu, Fragen, Franka Potente, Hairspray, Herbstzeitlosen, Leben, Reisen, Respekt, Schloss Gripsholm, Schwarze Schafe, Sommer, sortieren, Tagebuch, Taizé, Verkäuferinnen, vorbei, ZEIT
1 comment so far
fragt die ZEIT im Magazin der letzten Woche, das ich erst am Mittwoch/gestern gelesen habe. Franka Potente antwortet, wie sie einen französischen Film im kalten La Paz und einen mit Steven Soderbergh im warmen Spanien gedreht hat.
Feridun Zaimoglu ist immer noch Junggeselle, niemand hatte Urlaub oder hat davon geschrieben, Zaimoglu und Potente waren die einzigen auf Reisen, und die haben gearbeitet. Nein, da war noch ein Berliner Regisseur und Musiker, den ich aber nur überflogen habe, weil seine Sprache so unlesbar war.
Daß man nach dem Sommer fragen kann, heißt wohl, daß er vorbei ist. Kein Streß also mehr mit Reisen ans Meer die man erledigen sollte.
Wie war mein Sommer? Ich war nicht am Meer. Am Meer war ich im April. Ich war nicht schwimmen. Es war nicht schlimm. Ein Jahr ohne im Meer zu schwimmen ist für mich kein verlorenes Jahr. Ein Jahr ohne ein Buch ist für mich ein verlorenes Jahr, ein Jahr ohne Kino und Theater und ohne eine neue CD. (Ich glaube, halbind hat da eine ähnliche Liste.) Ein Jahr ohne im Biergarten gewesen zu sein ist für mich kein verlorenes Jahr, aber ein Jahr ohne überhaupt ein Bier mit Freunden getrunken zu haben schon, auch ein Jahr ohne im Freien geschwommen zu sein, vielleicht soagra ein Jahr ohne Isar. Und ein Jahr ohne einen Text zu schreiben. Ehrlich gesagt sogar ein Jahr ohne Backgammon. Und natürlich ein Jahr ohne Sommer.
Also, wie war mein Sommer?
Nach Sortieren meiner Papierstapel (das immer noch nicht vollendet aber dafür definitiv unterbrochen und verschoben ist) und einer Menge Arbeit im Büro fuhr ich nach Baden wo eine Patentante lebt, die ich seit sieben Jahren (seit der Sonnenfinsternis) nicht gesehen hatte.
In ihrem Haus hat sich nicht viel verändert, das hat mich überrscht. Die Sofagarnitur ist durch eine ähnliche ersetzt worden, und über dem Sessel in der Ecke hängt ein anderes Bild, das ist alles.
Das ist so verschieden von meinem Leben, wo sich in einem Jahr drei Zimmer ändern können, wo sich in drei Jahren mein Zimmer immer mehr verästelt (Großigkeiten wie mein Bett, Regale, Schreibtisch, Sessel, Standorte ändern sich kaum oder minimal, aber alle anderen Kleinigkeiten darum herum.
Um etwas Veränderung in ihrem Leben zu haben hat sie einen Laden in Baden-Baden aufgemacht, sie nennt es 1b-Lage, das heißt über eine Straße von der 1a-Lage, die mich erschreckt hat.
Ich habe einen Tag mit bei ihr im Geschäft geholfen. So etwas wie Pausen waren die Zeiten in denen gerade keine Kunden da waren, aber auch dann, war man immer beschäftig: Ware auspacken, auspreisen, sichern, hängen. Es war ein sehr anstrengender Tag, obwohl weder harte körperliche noch in irgend einer Weise geistige Arbeit und hat meine Ansichten über den großen Bereich des Dienstleistungssektors verändert. und mir noch weniger Lust auf das Einkaufen von Klamotten gemacht. Am Abend konnte ich keine mehr sehen. Aber ich habe jetzt großen Respekt vor Verkäuferinnen.
Dann war ich in Taizé, aber darüber muß ich noch einmal gesondert schreiben.
Dann gab es eine lange Woche mit Besuch aus Berlin und Leipzig, darüber muß ich aber auch noch mal gesondert schreiben, und die ganze Stipendienbewerbung.
Ansonsten das Leben seit BeBaRi wieder da sind: ein bißchen wie im fiktiven Mädcheninternat_:
Sie kamen Samstag wieder in Deutschland an. Da saß ich noch im Büro kürzte mein Anschreiben auf eine Seite, bloggte im Pausentakt und gruselte mich vor den im dunklen Gang vorbei tappenden Schritten.
Am Samstag warf ich die Bewerbung ein, und am Abend war ich bei Be und Ri zum Essen, es gab Fotos, Geschirr, ein Geburtstagsliedundgeschenk, und ich habe da übernachtet. Sonntag bin ich in der Frühe aufgebrochen zu der Tagung der Stiftung für die ich arbeite, von dort aus zum Dom zum Taizégebet, dann gemeinsam in den Irish Pub, dann ins Kino (in Hairspray. Braucht gesonderten Eintrag), dabei einen Schweden kennengelernt (auch gesonderten Eintrag, überhaupt zu Schweden das diesen Sommer an allen Ecken und Enden unvermittelt auftauchte, habe gestern Schloß Gripsholm ausgelesen), Eis essen gewesen in der Nacht, bei Ba übernachtet, Montag den Bautrockner reingelassen der mich mit der Information überraschte, mein Haus sei aus den 30ern (mich schockt die Tatsache, daß man da auch schon so häßlich gebaut hat obwohl es da noch keinen unübersehbaren Grund zur Selbstbestrafung gab), und so ging es weiter. Ich habe mehr Zeit bei Be und Ba verbracht als Zuhause, war ständig in der Bib (gemeinsames Lernen/Schreiben), im Kino (neben Haispray die Herbstzeitlosen, Emmas Glück und und Schwarze Schafe. Ich hoffe, ich komme dazu, diese ganzen gesonderten Einträge zu verfassen) und also ist mein Leben ein bißchen wie bei Hanni und Nanni zur Zeit, schön, ereignisreich, wenig bedenkenswert und wenig nachdenkenfördernd.
Ach so, außer daß ich die letzten Tage auf der Dokumenta war (genau, gesonderter …).
Ich weiß nicht, kan man das Sommer nennen? Es waren Ferien.
Der letzte Satz von Schloß Gripsholm ist „hinter uns lag Schweden. Schweden und ein Sommer.“
Das kann ich nun nicht behaupten. Aber etwas Schwedisches hatte mein Sommer allemal. Und wenn es nur das Bullerbüklischee ist.
Irgendwie 26. Juli 2007
Posted by echtzeitmaerchen in Tagebuch, gedacht, gelebt, gelesen, gesehen, im Kino.Tags: Afrika, analog, Bäume, Bilanz, Der letzte König von Schottland, Eine Welt, Eis, ernst, Europa, Freunde, Gedanken, Innenhof, Isar, Kino, kochen, Leseteppich, Licht, Macht, Menschen, nachdenken, Sommer, sortieren, Tagebuch, Weltbild
1 comment so far
komme ich schon sehr lange nicht zum bloggen. Nicht, daß ich so viel zu tun hätte oder daß ich nichts ins Internet käme. Nichts, daß nichts Berichtenswerte passierte.
Im Gegenteil, ich sitze viel hier im Büro, mit dem Blick in den baumbestandenen Innenhof voller gelbweißen Lichts, in einem ruhigen Institut, zwischen verschiedenen Word- und Pages- Dokumenten hin- und herklickend, und zu Hause schiebe ich mit der gleichem Ruhe aber anderem Lichteinfall all meine Mitschriften in immer wieder neue Stapel und hefte sie sortiert in Ordner, lese dabei Artikel und Aufsätze und wundere mich, wie viel mehr das alles ist als ich gedacht habe.
Zwischendurch ist Sommer. Die Isar ist sehr sauber und hat einen starken Strom, an einer Brücke reinzuspringen und sich bis zur nächsten treiben zu lassen ist wie den Nil auf einem Schiff runterzufahren, und links und rechts treibt alles an einem vorbei, oder auf einem Fließband am Flughafen zu stehen. Über der Wasseroberfläche liegt ein dicker Teppich von Mücken und Insekten und macht das ganze fast schon ländlich.
Ich koche zwei Mal am Tag, manchmal nur Beeren um sie mit Eis zu essen, meistens aber immer kompliziertere Sachen, weil es langweilig ist, etwas zweimal zu machen, und verändere immer etwas ein wenig.
Ich habe noch nie so regelmäßig gegessen wie zur Zeit.
Im Freiluftkino kam vor zwei Wochen „Der letzte König von Schottland“, ich fand den Film sehr gut, wenn ich auch zweimal nicht mehr hinschauen konnte. Eine Freundin meinte neulich am Telefon, sie fand das Ende schlecht, weil es so hollywoodartig ist, das war mir gar nicht aufgefallen. Ich fand ihn gut, weil er die Einstellung vieler Europäer zu Afrika auch heute noch recht gut trifft:
Irgendwie ist das alles nicht echt, daß die Menschen in Afrika sterben, irgendwie ist das alles ein Spiel. Und wir könnten den Afrikanern helfen, wenn die nur wollten. Ohne Ausbildung würde sich in Deutschland niemand für fähig halten, die Bundeskanzlerin zu beraten, aber in einem afrikanischen Staat wäre es verantwortungslos, wenn wir die Bitte um Beratungshilfe ablehnen würden – eine Ausbildung in Medizin muß da reichen, um einen Staat zu lenken.
Und natürlich ist es ein Film über Macht so wie ich sie kennengelernt habe: Derjenige, der sie hat, ist immer davon überzeugt, daß niemand sein Amt so gut ausfüllen kann wie er selber, und tut alles, um sich an der Macht zu erhalten, auch wenn das die Vernachlässigung oder Veruntreuung seines Amtes bedeutet.
Irgendwie: und dann sind da noch meine Gespräche mit Professoren, die Zeit haben, weil Sommer sind, und bei denen ich mich wohl fühle wie auf dem Leseteppich meiner Kindheit, und es sind Feste und Feiern, betrunkene Menschen und Freunde und ich gehe durch die Welt und setze einfach durch was ich will, ohne Umwege zur Zeit, ohne meinen Willen zu relativieren. Macht?
Es ist Sommer. Alles scheint nicht so ernst.
Und es geht mir gut. Ich werde heute noch eine sms schreiben von einer Telefonzelle aus bevor jemand in die Wüste fährt. Und es gibt ein neues Album von Billie The Vision (siehe links), ich habe es noch nicht gehört.
Uninteressantes 24. April 2007
Posted by echtzeitmaerchen in gelebt.Tags: analog, Armut, Berlin, Bilanz, Brot, Eis, essen, Frühling, Kartoffeln, Kirche, Leipzig, Leute, Märchen, Milch, Sommer, sortieren, Sudoku, Tagebuch, Tatort, Telefonieren, vermissen, Wetter
add a comment
Ohne Internet zu Hause schreibe ich tatsächlich weniger. Zudem ist auch mein Handyvertrag zum 1. April abgelaufen, und ich habe noch immer kein Festnetz. Es ist keine Katastrophe, anders als ich erwartet hatte. Aber ein paar Leute fehlen mir am Telefon, für die Gespräche an Telefonzellen nicht ausreichen. Berlin und Leipzig sind einfach zu weit weg.
In München ist inzwischen Hochsommer, so daß ein regnerischer Tag wie heute wunderschön ist. Gestern abend kündigte er sich an durch Regenklopfen an die Fensterscheibe, während das Licht warm und gelb in mein Zimmer prallte und ich Kartoffeln mit Quark aß und einen Tatort (Castorff, ein Glücksgefühl) ansah.
Ich habe für diese Woche nämlich genau noch 9, 94 Euro, erst dachte ich, das reicht nicht zum Essen, aber solange ich Quark und Schmand im Kühlschrank habe, und sogar noch tiefgefrorenes Basilikum, Mandeln und Parmesan, um ein Pesto zu machen, brauche ich gar nichts. Brot und Milch habe ich leider nicht, da ich von Donnerstag bis Freitag verreist war, aber ich habe Zwieback und Butter und Eis das Y bei mir im Kühlschrank deponiert hat und Apfelsaft … ich werde es also bis Ende dieser Woche schaffen.
Ich genieße es wahnsinnig, einen eigenen Kühlschrank zu haben, und daß die Sachen, die ich eingekauft habe, noch da sind, wenn ich sie essen will. Es macht mir Spaß, daß alles in Ordnung zu halten. Heute habe ich die Bäder geputzt, obwohl ich um halb drei ein Referat hatte. Das habe ich heute um halb 12 nach den Vorlesungen angefangen vorzubereiten. Beim Halten war ich sehr aufgeregt, aber es kam trotzdem sehr gut an und ich hatte viel mehr Rückmeldungen darauf als ich es je zu einem souveränen Referat hatte. Gerade sortiere ich Aufsätze nach Themen: Amt, Sakrament, Kirche, Einheit, das alles geht so ineinander über, daß ich mit meiner vor einem Monat angefertigten handschriftlichen Version, die ich jetzt in digitale Tabellen fasse, gar nicht mehr einverstanden bin und immer neu nachgrüble.
Dabei habe ich ja eigentlich morgen noch ein Referat. Dumm gelaufen, in beiden Hauptseminaren das Referat in der ersten Woche, und das auch noch nach einem Wochenende das ich geleitet habe.
Dafür ist es Frühling. Und es war wunderschön, meinen Vater am Donnerstag zu sehen. Wunder -, wunder -, wunderschön. Ich zehre immer noch davon. Es geht ihm besser als in all den Jahren zuvor.
Y hat den Namen meines Blogs erraten. Ich hatte ihm nur gesagt, daß er mit „E“ anfängt, und er ist selbst darauf gekommen.
Es ist verdammt toll, kein Internet zu Hause zu haben. Ich löse Sudokus …
Bevor 16. März 2007
Posted by echtzeitmaerchen in München, Tagebuch, gereist.Tags: altmodisch, Eis, Film, Kaffeetrinken, München, Reisen, Sonne, Tagebuch, Wimpern, Zimmer, zurück
add a comment
dieser Blog so verwaist erscheint schreibe ich kurz: Ich komme am Dienstag wieder. Ich fahre mal wieder in die Berge, an einen kleinen Wasserfall. Es ist wunderschöne Sonne in München. Ich muß noch packen. Es gibt noch ein anderes gutes Zitroneneis in München außer das am Weißenburger Platz. Es ist viel passiert aber nichts für ein Blog. Würde ich einen Film drüber machen, würde ich mit vielen Schnitten und lauter Standbildern arbeiten. Sonne, Eis, Weißwürste, Milchkaffee, Fahrradfahren.
Ach so, ich habe ein Zimmer in dem ich mich sofort wohlgefühlt habe ab August. Allerdings werde ich mich dort ganz anders wohlfühlen als hier. Sieht so aus als wollte ich eine andere Seite an mir betonen. Weniger städtisch und mondän, vielleicht ein wenig altmodisch, aber auf jeden Fall sehr viel Sonne.
ach so, und meine Wimpern sind seit dem Ölofenvorfall wieder inzwischen etwas nachgewachsen.
Da 30. September 2006
Posted by echtzeitmaerchen in München, gedacht, gereist.Tags: Ankommen, Belang, Bettdecke, Eis, Isar, Jeans, Leben, München, Reisen, Rucksack, Socken, warm
add a comment
wieder in München. Es ist nicht fremd. Es ist, als ob der Ortswechsel keine Bedeutung mehr für mich hätte. Sicher, mein Zimmer ist kleiner und ich habe nichts zu essen da und muß einkaufen, was ich gleich tun werde. Und ich muß auspacken, zum Waschen reicht die Zeit nicht mehr bevor ich morgen abend wegfahre. Aber ich habe noch genug Sauberes aus Berlin mitgebracht. Inklusive meiner Lieblingsjeans, für die es jetzt endlich nicht mehr zu warm ist.
In dem Haus wo vorher der Laden war wo ich meine bunte Decke im Räumungsverkauf gekauft habe, ist jetzt ein Schönheitssalon. Maniküre 9 Euro. Das habe ich noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich es mal machen? Meine Finger sehen ja immer schrecklich aus. Aber ob das dann was hilft? Vielleicht mach ich das, wenn ich mal reich bin, aber dann wohne ich vermutlich nicht mehr hier. Habe mir vorhin im Stadtplan die Gegend angesehen, wo ich vermutlich in den nächsten Monaten hinziehe: Rotkreuzplatz. Fiese Autostraßen und dazwischen Winzstraßen. Und weit weg von der Isar. Aber es gibt gutes Eis am Rotkreutzplatz. Und einen Nachtbus (gibt es hier nicht), der sogar direkt zum Klinikum Großhadern fährt, wo I wohnt, wegen der ich seit vorgestern so traurig bin.
In so einem kleinen Zimmer muß man sofort aufräumen, Rucksack in die Ecke stellen und Post auf den Boden werfen geht nicht.
Dafür habe ich jetzt ganz tolle Socken, die ich alle zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich liebe neue Socken anziehen.
Ich genieße mein belangloses Leben.